Am 26. Oktober 1994 gründeten 20 Leipziger Soziologen, Psychologen, Sozialarbeiter und andere Interessierte den Verein Töpelmühle e.V. Ziel des Vereins war es, das erste sächsische Langzeittherapiezentrum für Suchtkranke einzurichten. In einer alten Wassermühle in Töpeln sollten ab 1995 Alkohol- und Medikamentenabhängige den Weg in ein Leben ohne Sucht finden. Der Verein schloss März 1996 einen Erbbaurechtsvertrag für die Töpelmühle ab.

Ab Juli 2002 ruhte kurzzeitig die Vereinstätigkeit,
Im August 2002 kam durch das Hochwasser - der höchste Pegel in der Töpelmühle lag bei 1,87 Metern und das Gebäude wurde von einer 30 Zentimeter dicken Schlammschicht überzogen sowie eine Viertelmillion Euro Schaden. Das Hochwasser brachte einen Schnitt und der Verein bekam wieder eine neue Chance. Man erarbeitete ein neues Konzept zur Jugendarbeit – jungen Leuten die Chance geben, sich in einem berufsvorbereitenden Jahr mit Garten- und Landschaftsbau, Tierhaltung oder Trockenbau zu befassen. Leider verlief dieses Projekt nicht sehr erfolgreich.
Bereits 2004 nahm der Verein Kontakt zu Par-ce-val auf, um sich Unterstützung durch eine Kooperation für ein neues Projekt zu holen. 2005 gab es eine Umstrukturierung im Verein und es wurde ein Kooperationsvertrag zw. dem Verein und PAR-CE-VAL Jugendhilfe und Suchthilfe geschlossen.
Der "Par-Ce-Val Jugendhilfe und Suchthilfe im Verbund" hat seine Tätigkeit im März des Jahres 2000 in Berlin mit der Gründung der ersten stationären Einrichtung für drogenabhängige und suchtgefährdete Minderjährige aufgenommen. In der Folgezeit entstanden weitere Einrichtungen. Zur Zeit besteht der Verbund aus vier gemeinnützigen GmbH`s mit 4 stationären Jugendhilfeeinrichtungen und einer Suchtfachklink in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Hessen. Hinzu kommen eine Vielzahl von weiteren Kooperationspartnern im gesamten Bundesgebiet sowie dem Ausland, dadurch ist ein großes Netzwerk gegeben in dem insbesondere im Bereich der Forschung und der Ausbildung von Mitarbeitern erfreuliche Synergien möglich werden.
Geschellschafter aller gemeinnützigen GmbH`s ist der Gemeinnützige Verein zur Förderung und Entwicklung anthroposophisch erweiterter Heilkunst e.V. Berlin. Der Verein besteht seit 1991 und ist seit 1995 Träger des Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, welches zuvor örtlicher Bereich des städtischen Krankenhauses Spandau war ( www.havelhoehe.de ). Seit dem Jahr 1999 gehören ebenfalls das Forschungsinstitut Havelhöhe ( www.fih-berlin.de ) und seit dem Jahr 2000 die Jugendhilfeeinrichtungen PAR-CE-VAL (www.parceval.de) zum Verein. Inzwischen haben auch ein Hospiz (www.gemeinschaftshospiz.de) sowie das Familienforum Havelhöhe (www.familienforum-havelhoehe.de) ihren Betrieb aufgenommen. Seit April 2007 ist der Verein auch Gesellschafter der Friedrich Daumer Haus gGmbH (Fachklinik für Suchterkrankungen).
Ziel des Vereins ist die Förderung und Weiterentwicklung der durch die anthroposophische Welt- und Menschenerkenntnis erweiterten Heilkunst, insbesondere auf dem Gebiet der Medizin, der Heileurythmie, der anthroposophischen Heilpädagogik, Psychotherapie, der Pflege und der künstlerischen Therapie.